Energiespar-Tipps

Nachfolgend können Sie Energieeinspar-Tipps zu den verschiedenen Bereichen innerhalb eines Haushaltes nachlesen. Die Energieeinspar-Tipps sind wie folgt gegliedert:

1. Beleuchtung
2. Heizen & Lüften
3. Kochen & Backen
4. Kühlen & Gefrieren
5. Richtig Abschalten
6. Waschen & Spülen
7. Waschmaschine & Trockner

Grundsätzlich gilt, dass ein Austausch von Altgeräten geprüft werden sollte. Bei Kühlschränken kann sich nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt und Naturschutz eine Einsparung von etwa 43 Euro pro Jahr ergeben (vgl. BMUB; Zugriff: 17.11.2015)

 

1. Beleuchtung

1.1 LED statt Glühbrine
Ersetzten Sie Ihre herkömmlichen Glühbirnen durch LED-Leuchtmittel. Diese Maßnahme kann sich bereits im ersten Jahr armortisieren.

1.2 Gehen Sie raus? Licht aus!
Schalten Sie bei jedem Verlassen des Raumes das Licht aus. Bei modernen LED-Leuchtmitteln verkürzt das oftmalige An- und Ausschalten die Lebensdauer der LED-Leuchtmittel (im Gegensatz zu manchen Energiesparleuchtmitteln) nicht.

1.3 Energiesparlampen statt Halogen
Ersetzen Sie die Lechtmittel Ihrer Deckenfluter. Oftmals verwenden Deckenfluter Halogenstrahler. Diese haben eine große Leistungsaufnahme und Verbrauchen viel Strom. Für die meisten Leuchtmitteltypen gibt es adäquaten, energiesparenden Ersatz.

 

2. Heizen & Lüften

2.1 Keine Kipplüftung
Vermeiden Sie in der Heizperiode die Nutzung der Kippfunktion Ihrer Fenster. Über längere Zeit gekippte Fenster erhöhen den Energieverbrauch ganz erheblich. Lüften Sie die Räume nach dem Prinzip der Stoßlüftung. Dazu öffnen Sie die Fenster -bei ausgeschalteter Heizung- für 5min. bis 10min. komplett. Wenn Sie Ihre Schalfräume direkt nach dem Aufstehen lüften, haben Sie genügend Zeit um die Räume energiesparend aufzuwärmen, bevor Sie sie wieder benutzen. 

2.2 Gehen Sie raus? Heizung aus!
Schließen Sie die Heizkörperventile bei längerem Verlassen der Wohnung

2.3 Temperaturüberprüfung
Die Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad bringt Ihnen rund 6% Heizenergieeinsparung. D.h. wägen Sie für sich ab, ob Sie Ihre Raumtemperatur erhöhen oder ob es nicht ausreicht sich bspw. einen Pullover anzuziehen.

2.4. Keine Elektroheizung
Vermeiden Sie den Einsatz von elektrischen Heizlüftern.

2.5 DigitaleThermostatventile
Falls Sie in Ihrer Wohnung keine Thermostatventile haben, fordern Sie diese bei Ihrem Vermieter an, denn Thermostatventile sind gesetzlich vorgeschrieben. Die Anschaffung von digitalen Thermostatventilen erleichtert die Überprüfung und Einstellung der Raumtemperatur und kann so zu Energieeinsparungen führen.

2.6 Umwälzpumpe regeln
Die Umwälzpumpe in Heizungssystemen sorgt für den Warmwassertransport vom Heizkessel zum Heizkörper. Oftmals ist die Pumpe überdimensioniert und auf die höchste Stufe voreingestellt. In diesen Fällen beeinflusst das Herunterregeln der Pumpe den Heizungsbetrieb nicht, kann aber zu erheblichen Stromeinsparungen führen.

 

3. Kochen & Backen

3.1 Braten statt Backen
Nutzen Sie Ihre Kochstelle anstatt des Backofens, wenn es Ihnen möglich ist (bspw. bei Fischstäbchen). Der Backofen braucht bis zu viermal so viel Energie wie herkömmliche Kochstellen!

3.2 Kochen nur mit Deckel
Wenn Sie kochen, nutzen Sie immer einen Deckel. Das Kochen ohne Deckel benötigt etwa dreimal so viel Energie, um den Topfinhalt am Kochen zu halten.

3.3 Schnellkochtöpfe
Verwenden Sie Schnellkochtöpfe. Durch den fest verschlossenen Deckel können Sie eine Energieeinsparung von bis zu 50% erzielen.

3.4 Wasserkocher nutzen
Wenn Sie Speisen herstellen für die zunächst Wasser gekocht werden muss, verwenden Sie für Wassermengen bis zu 3 Litern einen Wasserkocher. Beim Wasserkocher wird das Wasser mit Hilfe von Induktion erhitzt. Das spart gegenüber einem Elektroherd oder einer Mikrowelle deutlich mehr Strom und Zeit.

3.5 Mikrowelle nutzen
Wenn Sie Essen vom Vortag aufwärmen wollen, nutzen Sie eine Mikrowelle.

3.6 Backofen nicht vorheizen
Die meisten Gerichte benötigen kein Vorheizen des Backofens. Dadurch wird lediglich die Backzeit etwas verkürzt. Es bleibt aber viel Wärmeenergie im Vorfeld ungenutzt. Nach dem Backen kann die Ofentür offen gelassen werden, um die Restwärme zur Raumwärmeerhöhung zu nutzen.

3.7 Backofen und Herd rechtzeitg abschalten
Bei Elektrogeräten kann bereits einige Minuten vor Beendigung des Kochvorgangs die Herdplatte bzw. der Backofen ausgeschaltet werden, da die Restwärme in der Regel zum fertiggaren ausreicht.

 

4. Kühlen & Gefrieren

4.1 Gehen Sie raus? Kühlschrank aus!
Wenn Sie Ihre Wohnung für mehrere Tage verlassen (bspw. Urlaub). Schalten Sie Ihren Kühlschrank aus und tauen Sie Ihr Gefrierfach ab. Lassen Sie jedoch die Türen Ihres Gerätes offen, da sich ansonsten Schimmel im Inneren bilden kann. 

4.2 Nur Kaltes in den Kühlschrank
Bevor Sie Ihren Kühlschrank befüllen, warten Sie bis die Gegenstände, die Sie hineintuen möchten zumindets auf Zimemrtemperatur heruntergekühlt sind. 

4.3 Speisen im Kühlschrank auftauen
Wenn Sie Sachen auftauen möchten, planen Sie diesen Vorgang und nutzen Sie zum Auftauen Ihren Kühlschrank. Der Vorgang dauer auf diese Weise zwar länger, aber die abgegebene Kälte der gefrorenen Gegenstände spart Energie.

4.4 Regelmäßiges Auftauen kann Energie sparen
Bildet sich eine Eisschicht an den Wänden Ihres Gerätes frieren Sie dieses ab. Die Eisschicht behindert einen ordnungsgemäßen und effizienten Betrieb Ihres Gerätes.

3.5 Kühlschränke mögen es kalt
Direkte (z.B. Sonneneinstrahlung) oder indirekte (z.B. Backofen) Wärmestrahlung auf Ihr Kühlgerät sollte vermieden werden. Wenn Sie die Temperatur am Standort nur um 1° C senken, kann das eine Energieeinsparung von bis zu 6% ausmachen.

 

5. Richtig Abschalten

5.1 Ladegerät aus der Steckdose entfernen
Entfernen Sie nach dem Ladevorgang das Ladegerät aus der Steckdose (Handy, Rasierer, elektrische Zahnbürste, Laptop, etc.).

5.2 Kein Standby-Betrieb, Einsatz schaltbarer Steckdosen
Vermeiden Sie den Standby-Betrieb von Geräten. Schalten Sie dazu das Gerät (z.B. Ihren Fernseher oder Ihre Musikanlage) nicht an der Fernbedienung aus, sondern nutzen Sie den Schalter direkt am Gerät. Leuchtet am Gerät danach noch immer eine Kontrollleuchte, brummt das Gerät oder strahlt Wärme ab, verwenden Sie schaltbare Steckdosen um das Gerät vom Strom zu trennen.

 

6. Waschen & Spülen

6.1 Duschen statt Baden
Eine Dusche verbraucht in den meisten Fällen weniger Wasser und weniger Energie als ein Wannenbad. Abhängig vom Duschkopf und dem Volumen der Wanne entspricht ein Duschvorgang von 15 min. der Wassermenge, die eine Badewanne fasst.

6.2 Durchlaufbegrenzer einbauen
Durchlaufbegrenzer sind kostengünstig und einfach zu verbauen. Sie begrenzen die Wassermenge, die durch den Wasserhahn läuft. In den meisten Fällen reicht die Wassermenge auch mit Begrenzer für den alltäglichen Gebrauch aus. Jedoch gerade bei Warmwasserspeichern oder Durchlauferhitzern können Begrenzer eine Menge Energie sparen.

6.3 Spülmaschine statt selber Spülen
Eine moderne Spülmaschine verbraucht weniger Wasser und Energie als das Handspülen. Zudem verfügen die meisten Spülmaschinen über eine Energieeinsparfunktion.

6.4 Spülmaschine richtig anschließen
Die meisten Spülmaschinen können direkt an die Warmwasserleitung angeschlossen werden. Nutzt man die Kaltwasserleitung wird das benötigte Wasser innerhalb der Spülmaschine elektrisch erwärmt.

6.5 Spülmaschine richtig nutzen
Neben der Energieeinsparfunktion verfügen die meisten Spülmaschinen über eine Programmverkürzung, die oftmals mit "1/2" o.ä. gekennzeichnet ist. Dieses Programm reicht zumeist aus um das Geschirr zu säubern. Zusätzlich sollte die Spülmaschine immer vollständig befüllt und die Siebe regelmäßig gereinigt werden.

6.6 Gehen Sie raus? Warmwasserspeicher aus!
Wenn Sie das Haus für längere Zeit verlassen, sollten Sie Ihren Warmwasserspeicher abschalten. Der Warmwasserspeicher erhitzt das Wasser im Speicher zumeist elektrisch und hält die voreingestellte Temperatur für Sie bereit. D.h. der Warmwasserspeicher heizt das Wasser im Speicher auch auf, wenn Sie im Urlaub sind.

6.7 Durchlauferhitzer statt Warmwasserspeicher
Überlegen Sie Ihren elektrischen Warmwasserspeicher gegen eine Durchlauferhitzer zu tauschen. Dieser erwärmt das Wasser ebenfalls elektrisch, tut dies aber nur bei Bedarf und spart dadurch Energie.

6.8 Zirkulationspumpe zeitlich regulieren
Bei zentral erwärmten Wasser wird das Wasser mit Hilfe einer Zirkulationspumpe vom Heizkessel zur Entnahmestelle (Wasserhahn) transpotiert, so dass nach dem Öffnen des Wasserhahns sofort warmes Wasser zur Verfügung steht. Der Betrieb dieser Zirkulationspumpe ist hingegen nur in Zeiten von Warmwasserbedarfen notwendig. Energieeinsparungen können Sie erzielen, indem Sie diese Pumpe an eine Zeitschaltuhr koppeln, welche die Zirkulationspumpe nachts abschaltet.

 

7. Waschmaschine & Trockner

7.1 Richtiges Programm wählen
Verzichten Sie auf die Vorwäsche und nutzen Sie Energiesparprogramme zum Waschen der Wäsche in der Waschmaschine. Das spart Energie und Wasser.

7.2 Keine halben Sachen
Starten Sie die Waschmaschine immer vollbeladen. Bei einer Teilbeladung benötigt die Waschmaschine genauso viel Energie wie bei einer Vollbeladung.

7.3 Je Wärmer, desto mehr Energieverbrauch
Nutzen Sie die Niedertemperaturprogramme Ihrer Waschmaschine. Je höher die Temperatur eingestellt ist, desto höher ist der Energieverbauch Ihrer Waschmaschine. Sie können bis zu 50% des Strom sparen, wenn Sie statt 60° Celcius ein Programm mit 40° Celcius wählen. Es können sogar bis zu 70% Strom bei der Wahl eines 30° Celcius Waschprogramms (gegenüber einem 60° Celcius Waschprogramm) gespart werden. Kochwaschgänge sind bei der Leistungsfähigkeit moderner Waschmittel in der Regel nicht mehr notwendig.

7.4 Schleudern statt Trockner
Wenn Sie einen Trockner nutzen, können Sie Ihre Wäsche "nachschleudern". Das spart Energie beim Trocknen im Wäschetrockner. Je nach klimatischen Gegebenheiten kann der Wäschetrockner bei gutem Wetter auch "aus" bleiben. Die Energie für den Wäschetrockner kann durch die Verwendung einer Wäscheleine eingespart werden.