Klimawandel

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts (der einsetzenden Industriealisierung und dem damit ebenfalls rapide steigendem Lebensstandard) werden weltweit zunehmend mehr Treibhausgase (THG) ausgestoßen. Dazu zählen THG wie beispielsweise CO2, Methan, Flourchlorkohlenwasserstoffe oder auch Distickstoffoxid. Der Einfluss dieser Gase auf den Klimawandel ist unterschiedlich. Er hängt maßgeblich von der Verweildauer und der Klimawirksamkeit ab. So beträgt die Verweildauer von Methan in der Athmosphäre etwa 25 Jahre und ist ca. 25 mal schädlicher als Kohlenstoffdioxid. (vgl. Umweltbundesamt; Zugriff: 17.11.2015)

Durch den Eintrag dieser THG in die Atmosphäre kommt es zu einer Verstärkung des natürlichen Treibhauseffekts und einer globalen Erwärmung. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom anthropogenen (=vom menschen beeinflusst) Klimawandel. Dabei wird die kurzwellige Strahlung (=Licht) durch Reflexion auf der Erde in langwellige Strahlung (=Wärme) umgewandelt. Diese Wärme kann aufgrund der THG jedoch nicht durch die Athmosphäre entweichen und es kommt zum Klimawandel. (vgl. Bundeszentrale für politische Bildung; Zugriff: 13.11.2015)

Der natürliche Treibhauseffekt (obere Grafik) und der anthropogene Einfluss auf den natürlichen Treibhauseffekt (untere Grafik)

Abbildungsnachweis: Bundeszentrale für politische Bildung; Zugriff: 17.11.2015


Folgen des Klimawandels global und in Schleswig-Holstein

Die Folgen des antropogenen Klimawandels sind deutlich meßbar. Nach Angaben des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) steht der globale Temperaturanstieg im Einklang mit dem Meeresspiegelanstieg. In diesem Zusammenhang kann auch ein vermehrtes Auftreten von tropischen Wirbelstürmen seit den 1970er Jahren beobachtet werden. Aber auch für das lokale Klima in Stormarn werden sich zukünftig aufgrund des Klimawandels Änderungen ergeben. Für Schleswig-Holstein hat das Helmholtzzentrum Geesthacht in seiner Publikation "Klimabericht für die Metropolregion Hamburg" eine Zunahme der Tage mit Höchsttemperatur, einen Anstieg der mittleren Jahrestemperatur sowie eine Veränderung des Regenregimes (Konzentration der Regenereignisse, dadurch Zunahme von Starkregen) progniostiziert. (http://www.hzg.de/imperia/md/content/klimabuero/publikationen/klimabericht_booklet.pdf; Zugriff: 24.11.2015)

Quelle: http://www.de-ipcc.de/_media/AR4_SynRep_SPM.pdf; Zugriff 24.11.2015

 

Ziele zur Emissionsminderung

Bis zum Jahr 2050 sollen die CO2-Emissionen um 80%-95% (gegenüber 1990) gesenkt werden. Dabei wird versucht den globalen Temperaturanstieg auf maximal 2° Celsius (gegenüber vor der Industrialisierung) zu begrenzen, da ein Überschreiten dieser Grenzen unabsehbare Folgen hätte und eine Umkehr des Klimawandels nicht mehr möglich wäre.
Daher ist neben Staat und Unternehmen auch jeder Einzelne aufgefordert, seinen Lebensstil klimafreundlicher zu gestalten und seinen ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Ohne die Mitwirkung jedes Einzelnen ist der Klimawandel nicht aufzuhalten. Dabei kann in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens schon durch kleine Verhaltensänderungen viel erreicht werden.