Was ist eigentlich...

Die auf dieser Seite dargestellten Informationen sollen Ihnen lediglich einen groben Überblick über die beschriebene Technik geben. Gleiches gilt für die Online-Rechner der entsprechenden technischen Einrichtungen. Es gibt eine Vielzahl von Tools zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit verschiedener technischer Maßnahmen. Die hier aufgeführten Rechner sollen Ihnen lediglich einen Anhaltspunkt bzw. Richtwert vermitteln und bieten keine vollumfänglich Kalkulation der entsprechenden technischen Einrichtung.

Folgend finden Sie kurze Erklärungen zum den Themen:

1. Photovoltaikanlagen
2. Solthermische Anlagen
3. Wärmepumpen
4. Blockheizkraftwerke
5. Brennwertkessel
6. Nah-/Fernwärme

 

1. ... eine Photovoltaik (PV) Anlage? (-> Strom)
eine PV Anlage ist eine Einrichtung zur Herstellung von Strom aus Sonneneinstrahlung. Es werden netzgekoppelte und Inselanlagen unterschieden. Bei netzgekoppelten Anlagen wird die gewonnene Energie in das örtliche Stromnetz gespeist und nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) vergütet. Bei Inselanlagen wird die erzeugte Energie vor Ort verbraucht oder gespeichert.

Eine PV Anlage erzeugt Gleichstrom. Daher wird eine PV-Anlage zumeist mit einem Wechselrichter betrieben, der den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. Dadurch kann die Energie von handelsüblichen haushaltsgeräten verwendet werden. Zusätzlich bleibt der konventionelle Stromanschluss eines Haushaltes bestehen, damit an bewölkten Tagen der notwendige Strom aus dem Stromnetz bezogen werden kann.

Die Leistung einer PV-Anlage wird in kWp angegeben. D.h. Kilowatt-Peak, was die maximale Leistung unter Laborbedingungen bzw. maxmaler Sonneneinstrahlung bedeutet. Als ganz grobe Faustregel kann man sagen, dass pro Quadratmeter Dachfläche etwa eine Leistung von ca. 100-150 Wp (Watt-Peak) installiert werden kann.

Was diese Zahlen bedeuten und wie hoch die Stromausbeute sein kann, zeigt Ihnen überschlägig der folgende Solarrechner:

PV-Rechner


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2. eine solarthermische (ST) Anlage? (-> Wärme)
ST-Anlagen nutzen die Sonneneinstrahlung zur Gewinnung von Wärme. ST-Anlagen können die bestehende Heizungsanlage unterstützen (in Kombination mit großen Speichern auch ersetzen) oder nur zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden. Dazu wird die gewonnene Wärme in Wasserspeichern gespeichert und bei Bedarf abgerufen.

Es werden Flach- und Vakuumröhrenkollektoren unterschieden. Beide Kollektoren wandeln die Sonnenstrahlen mit Hilfe einer speziellen Flüssigkeit in Wärme um. Bei Flachkollektoren fließt diese Flüssigkeit durch (zumeist) Kupferrohre, die sich unter speziell beschichtetem Glas befinden. Um Wärmeverluste zu verhindern sind die verbauten Gehäuse zusätzlich gedämmt.  Vakuumröhrenkollektoren funktionieren ganz ähnlich. Die flüssigkeitsdurchströmten Röhren sind -im Gegensatz zu den Flachkollektoren- jedoch von einer isolierenden (nahezu) luftleeren Hülle umgeben. Das macht die Röhrenkollektoren in der Regel teurer als die Flachkollektoren.

Ob sich der Einsatz einer ST-Anlage für Sie lohnt, zeigt Ihnen überschlägig der folgende ST-Rechner:

ST-Rechner


 

4. ...eine Wärmepumpe? (-> Wärme)
Wärmepumpen nutzen die Umgebungstemperatur und wandeln diese mit Hilfe eines Kältemittels in Wärme um. Dazu wird die das Kältemittel in Rohren durch das Erdreich (Sole-Wärmepumpe) durch die Luft (Luft-Wärmepumpe) oder durch das Grundwasser (Grundwasser-Wärmepumpe) geführt. Die Temperatur der Umgebung reicht aus, um das Kältemittel kondensieren zu lassen. Das Kondensat wird dann in einem Kompressor verdichtet. Durch diese Verdichtung wird Wärme erzeugt, die durch einen Wärmetauscher im haushalt zur Heizung und/oder Warmwasserbereitung nutzbar gemacht werden kann.

Ob sich eine Wärmepumpe für Sie lohnt, zeigt Ihnen überschlägig der folgende Wärmepumpenrechner:

Wärmepumpen-Rechner

http://www.waermepumpe.de/fileadmin/user_upload/waermepumpe/05_Presse/Grafiken/Funktionsweise_WP_140924_final.jpg
Funktionsweise einer Wärmepumpe
Quelle: bwp - Bundesverband Wärmepumpen;
http://www.waermepumpe.de/presse/mediengalerie/grafiken/ ;Zugriff:18.11.2015

 

5. ...ein Blockheizkraftwerk (BHKW)? (-> Strom und Wärme)
Ein BHKW ist eine Maschine, die mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) arbeitet. Ihr Einsatzgebiet reicht von großen Wohngebieten über größere Liegenschaften bis hin zu kleinen Einfamilienhäsuern. Ein BHKW wandelt durch Verbrennung verschiedene Energieträger (Öl, Gas, Biogas, Holzpellets, etc.) in Strom und Wärme um. Bei der Kraft- (Strom) und Wärmeproduktion eines BHKWs werden -im Gegensatz zu reinen Heizwerken (im weitesten Sinn zählen auch Gas- und Ölheizungen dazu)- beide Produkte (Strom und Wärme) genutzt. Dieses Vorgehen macht den Umwandlungsprozess sehr effizient und ist umweltschonender als die reine Wärmebereitstellung durch den Heizkessel im Keller.

Ob sich die Umrüstung auf ein BHKW für Sie lohnt zeigt Ihnen Überschlägig der folgende BHKW-Rechner:

BHKW-Rechner

http://www.ufu.de/media/content/images/Fachgebiete/Klimaschutz/KWK/kwk-prinzip2.JPG
Kraft-Wärme-Kopplunsprinzip
Quelle: http://www.ufu.de/de/projekte/kwk-schulpaket.html

 

6. ... der Unterschied zwischen einem Heizkessel und einem Brennwertkessel (-> Wärme)
Ein Heizkessel sowie ein Brennwertkessel dienen der Erzeugung von Wärme zur Raumwärme- Warmwasserbereitstellung. Dazu wird ein Energieträger (in der Regel Öl oder Gas) verbrannt. Bei der Verbrennung entstehen Wärme und Abgase. Beim Heizkessel wird die verbrennungswärme genutzt, um die Raumwärme und das Warmwasser bereitstellen zu können. Beim Brennwertkessel wird zusätzlich zur Verbrennungswärme noch den Abgasen die Wärme entzogen. Auf diese Weise arbeitet ein Brennwertkessel effizienter als ein reiner Heizkessel.

 

7. ...Fernwärme bzw. Nahwärme
Eine klare und einschlägige Abgrenzung zwischen Nah- und Fernwärme gibt es nicht. In der Regel wird der Unterschied an der Größe des Wärmenetzes und/oder der Entfernung zur Wärmequelle festgemacht. Fern- bzw. Nahwärme beruht auf einer zentralen Wärmebereitstellung, bei dem die Wärme anschließend über ein Wärmenetz an die Haushalte verteilt wird. Der Vorteil eines Wärmenetzes ist die schlichte Größe, die es in den meisten Fällen erlaubt Wärme günstiger anbieten zu können, als es in Einzelhaushalten möglich wäre. Zudem wird innerhalb des Hauses weniger Platz für die Wärmebereitstellung benötigt, da es lediglich eine platzsparende Übergabestation gibt und auf Öltanks etc. verzichtet werden kann. Einer der wichtigsten Vorteile von Wärmenetzen ist die große Flexibilität. D.h. die Wärme wird zentral in einem Prozess "hergestellt". Ist es das Ziel eine möglichst ökologische und kostengünstige Wärmeversorgung innerhalb eines relativ großen Gebietes herzustellen, reicht es einen Prozess zu verändern.